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Willkommen bei ATO Treuhand AG

Die ATO Treuhand AG hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in der ganzen Schweiz und im grenzüberschreitenden EU Raum als kompetente Treuhandgesellschaft etabliert. Zu unseren Kunden zählen Unternehmungen, Institutionen, Vereine, Privatpersonen und Non-Profit-Organisationen.

Unsere Dienstleistungen richten sich nach dem Bedürfnis der Kunden und reichen von der punktuellen Unterstützung bis zum vollumfänglichen Outsourcing. Sie bestimmen den Umfang!

Wenn Sie mehr Informationen möchten oder an einer Zusammenarbeit interessiert sind, dann freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Das ATO-Team freut sich auf Sie! Senden Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns an: Telefon +41 31 306 66 66.


Neuste Änderungen der Behörden im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19 Pandemie

Update 18.01.2021 (Härtefallregelung)
Seit dem 1. Dezember 2020 ist die sogenannte Härtefallverordnung in Kraft. An einer Sitzung vom 18. Dezember 2020 hat der Bundesrat die Covid-19 Härtefallverordnung beschlossen.
Per 13. Januar 2021 hat der Bundesrat die Bedingungen gelockert, die ein Unternehmen erfüllen muss, um Härtefallhilfe zu erhalten. Unter anderem gelten Betriebe, die seit dem 1. November 2020 insgesamt während mindestens 40 Kalendertagen behördlich geschlossen werden, neu ohne Nachweis eines Umsatzrückgangs als Härtefall. Zudem können neu auch 2021 erfolgte Umsatzrückgänge geltend gemacht werden. Die Obergrenzen für A-fonds-perdu-Beiträge werden auf 20 Prozent des Umsatzes bzw. 750’000 Franken je Unternehmen erhöht. Die Verordnungsänderung erlaubt es, Härtefälle auf breiter Front zu unterstützen. Mehr als die Hälfte der Kantone zahlt bereits im Januar Härtefallhilfen aus, im Februar dürften fast alle Kantone bereit sein.
Wie die Härtefallhilfe konkret umgesetzt wird, liegt in der Verantwortung der Kantone. Sie werden auch die Gesuche im Einzelfall prüfen. Fragen zur Abwicklung eines Gesuches sind also an den Kanton, in welchem das Unternehmen am 1. Oktober 2020 seinen Sitz hatte, zu richten. Sie finden die kantonalen Kontaktdaten auf covid19.easygov.swiss.

Update 16.12.2020
  • Am 26. September 2020 ist das Covid-19-Gesetz in Kraft getreten.

  • Ab dem 1. September 2020 gilt neu eine Höchstbezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung von 18 Monaten (statt 12 Monaten).

  • Das vereinfachte Verfahren bei der Voranmeldung und das summarische Verfahren bei der Abrechnung gelten noch bis Ende Dezember 2020.

  • Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (GmbH- oder AG-Inhaber) haben neu auch Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz, wenn sie ihre Tätigkeit auf Anordnung der Behörden einstellen mussten. Der Anspruch besteht für die Dauer der Schliessung.

  • Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung mit massgeblicher Umsatzeinbusse haben neu einen Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz, wenn die Erwerbstätigkeit wegen Massnahmen gegen das Corona-Virus massgeblich eingeschränkt ist. Diese ist definiert durch einen Umsatzverlust von mindestens 55 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Die Betroffenen müssen die Umsatzeinbusse deklarieren und begründen, wie sie auf Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie zurückzuführen ist.

  • Der Bundesrat hat am 28. Oktober 2020 die Änderung der COVID-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung beschlossen. Mit der Änderung wird Mitarbeitenden auf Abruf unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung gewährt. Die Regelung sieht einen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung für seit mindestens 6 Monaten angestellt Mitarbeitende auf Abruf in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis oder einem befristeten Arbeitsverhältnis mit vertraglicher Kündigungsmöglichkeit vor. Die Änderungen treten rückwirkend ab 1. September 2020 in Kraft. Sie stellen für diese Personengruppe somit einen Anspruch ohne Unterbruch seit März 2020 sicher. Ihr Anspruch ist bis zum 30. Juni 2021 befristet.

  • EO-Entschädigung wegen einer Quarantänemassnahme. Bei einer ärztlich oder behördlich verordneten Quarantäne kann die Entschädigung für die entsprechende Dauer mittels Beilage des ärztlichen Attestes oder der behördlichen Anordnung ange-meldet werden.

  • BVG-Beiträge können bis am 31. Dezember 2020 zu 100% aus der Arbeitgeberbeitragsreserve bezahlt werden.


  • Update 20.08.2020
  • Die Entschädigungsdauer für Selbständigerwerbende wurde bis am 16. September 2020 verlängert. Der Anspruch muss bis spätestens am 16. September 2020 neu angemeldet werden.

  • Die Höchstbezugsdauer für Kurzarbeitsentschädigung wurde von 12 auf 18 Monate verlängert (bis max. 31. Dezember 2021). Ab 1. September besteht eine Karenzfrist von 1 Tag zu Lasten des Arbeitgebers und allfällige Überstunden müssen zuerst abgebaut werden.

  • Seit dem 1. Juni 2020 haben Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, die im Veranstaltungssektor tätig sind, Anspruch auf eine Entschädigung, sofern das AHV-pflichtige Erwerbseinkommen im Jahr 2019 zwischen CHF 10‘000 und 90‘000 lag. Dazu zählen auch die mitarbeitenden Ehegatten und eingetragenen Partner. Das Gesuch muss bei der kantonalen Ausgleichskasse der AHV eingereicht werden.

  • Indirekt betroffene Selbständig Erwerbende mit einem AHV-pflichtigen Einkommen zwischen Fr. 10‘000.00 und Fr. 90‘000.00 pro Jahr können ebenfalls Erwerbsersatz beantragen.

  • Dividenden, Tantiemen und Kapitalrückzahlungen sind bei Notkrediten nicht erlaubt

  • Für Notkredite können ab 31. März 2021 Zinsen und Amortisationen anfallen

  • Mitarbeiter im AHV-Rentenalter erhalten keine Kurzarbeitsentschädigung

  • Selbstständig Erwerbende im AHV-Rentenalter können hingegen Erwerbsersatz beantragen!

  • BVG Beiträge können bis am 26.9.2020 zu 100% aus der Arbeitgeberbeitragsreserve bezahlt werden
  • Kurzarbeit

    Die notrechtlichen Massnahmen enden wie vorgesehen per 31. August 2020 mit dem Ablauf der Verordnung über Massnahmen im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Zusammen-hang mit dem Coronavirus. Es bleibt den Unternehmen weiterhin möglich, aufgrund des Co-ronavirus das Instrument der Kurzarbeit zu nutzen, um Arbeitsplätze zu erhalten.

    Der Bundesrat hat am 1. Juli 2020 die Höchstbezugsdauer von Kurzarbeitsentschädi-gung (KAE) von 12 auf 18 Monate verlängert. Zudem gilt eine Karenzfrist von einem Tag und allfällige Überstunden müssen zuerst kompensiert werden. Diese Verord-nungsänderung tritt am 1. September 2020 in Kraft und gilt bis am 31. Dezember 2021. Damit tritt zu diesem Zeitpunkt wieder weitgehend das normale Verfahren zum Bezug von KAE in Kraft.

    Die KAE wird ab 1. September 2020 wieder auf die Gruppe der „normalen“ Angestellten be-grenzt. Arbeitnehmer mit befristeten Arbeitsverhältnissen, Angestellte auf Abruf, Temporäre, Lehrlinge und solche in arbeitgeberähnlicher Anstellung werden nicht mehr berücksichtigt.

    Vorgehen
    Auf der Homepage des Kantons Bern finden Sie alle nötigen Formulare (https://www.vol.be.ch/vol/de/index/arbeit/arbeitsmarkt/kurzarbeitsentschaedigung.html).

    1. Reichen Sie die Voranmeldung von Kurzarbeit beim Rechtsdienst des Amtes für Arbeitslosenversicherung ein (KAE-Voranmeldung COVID-DE.xls).

    2. Der Rechtsdienst gibt Ihnen einen Entscheid.

    3. Nach dem positiven Entscheid des Rechtsdienstes, reichen Sie die Excel Kurzarbeit_Abrechnung_Covid.xls ein (beim ersten Einreichen zusätzlich die Excel KAE_Personalblatt_DE.xls).

    Erwerbsersatzentschädigung
    (unter anderem für Selbstständig Erwerbende)

    Einleitung
    Aufgrund der bundesrätlichen Verordnung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erhalten auch selbstständig Erwerbende einen Erwerbsersatz. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Informationen hierzu.

    Vorgehen
    Auf der Homepage der Schweizerischen Ausgleichskassen finden Sie alle nötigen Formulare https://www.ahv-iv.ch/de). Das Ausfüllen des Onlineformulars auf der Homepage Ihrer Ausgleichskasse kann die Bewilligung beschleunigen.
    1. Reichen Sie die Anmeldung für die Corona Erwerbsersatzentschädigung bei Ihrer AHV-Ausgleichskasse ein (Anmeldeformular_Corona_Erwerbsersatz.pdf).

    Anspruchsberechtigte Personen
    Wegen der ausserordentlichen Lage werden auch Personen berücksichtigt, die sonst keinen Anspruch auf Erwerbsersatz hätten. Folgende Personen sind berechtigt:

    • Eltern mit Kindern unter 12 Jahren, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet ist

    • Selbstständig Erwerbende, die einen Erwerbsausfall wegen einer bundesrechtlich angeordneten Betriebsschliessung oder des Veranstaltungsverbots erleiden.

    • Freischaffende Künstlerinnen und Künstler, deren Engagements wegen den Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus annulliert wurden oder die einen eigenen Anlass absagen mussten.

    • Indirekt betroffene Selbständig Erwerbende mit einem AHV-pflichtigen Einkommen zwischen Fr. 10‘000.00 und Fr. 90‘000.00 pro Jahr

    • Die Entschädigungsdauer wurde bis am 16. September 2020 verlängert. Der Anspruch muss bis spätestens am 16. September 2020 neu angemeldet werden.


    Entschädigung
    Die anspruchsberechtigte Person wird zu einem Taggeld entschädigt, welches 80% des vorangegangenen Lohnes repräsentiert (Selbstständige letzte gemeldete AHV-Jahreslohnsumme). Maximal werden jedoch Fr. 196.00 pro Tag bezahlt (max. Monatslohn von Fr. 7‘350.00 x 80% / 30 Tage = Fr. 196.00 pro Tag).

    Zahlungsaufschübe und Akontozahlungen bei der Ausgleichskasse
    Arbeitgeber und Selbständige, die mit Liquiditätsengpässen konfrontiert sind, können bei der Ausgleichskasse einen Zahlungsaufschub beantragen. Für den Zahlungsaufschub werden keine Verzugszinsen berechnet. Es werden bis Ende Juni 2020 von den Ausgleichskassen keine Mahnungen mehr versendet.
    Allenfalls ist es ratsam die Akontozahlungen in Absprache mit den Ausgleichskassen zu reduzieren.

    Selbständige im AHV-Rentenalter
    Selbständig Erwerbende im AHV-Rentenalter, welche die Vorgaben für den Anspruch der Erwerbsersatzentschädigung erfüllen, werden ebenfalls entschädigt. Bei der Berechnung wird jedoch der AHV-Freibetrag von Fr. 16‘800.00 pro Jahr berücksichtigt.

    Notverordnung zur Gewährung von Krediten

    Einleitung
    Aufgrund der bundesrätlichen Verordnung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurde der Zugang zu Krediten für Unternehmen vereinfacht. Hierzu gilt es jedoch, einige an den Kredit geknüpfte Bedingungen zu beachten.

    Die wichtigsten Bedingungen (nicht abschliessend)
    Auf der Homepage des Bundes finden Sie alle nötigen Formulare (https://covid19.easygov.swiss/#info).

    • Die Unternehmung muss vor dem 01.03.2020 in der Schweiz gegründet worden sein.

    • Die Unternehmung muss nachweislich aufgrund COVID-19 an Umsatz eingebüsst haben.

    • Die Unternehmung ist gesund und befindet sich weder in einem Konkurs- oder Nachlassverfahren noch in Liquidation.

    • Die Laufzeit des Kredits ist auf 5 Jahre ausgelegt und wird nur im Härtefall um weitere 2 Jahre verlängert.

    • Zins bei Krediten von bis zu Fr. 500‘000.00 = 0.0% (können jedoch ab 31.03.2021 erhöht werden)

    • Zins bei Krediten von bis zu Fr. 20 Mio = 0.5% auf 85% des Kredits (Rest von Bank zu Bank unterschiedlich. Der Zinssatz kann ab 31.03.2021 erhöht werden).

    • Kredit darf nicht höher sein als 10% des Umsatzerlöses eines Jahres.

    • Der Kredit darf nur für die Deckung von laufend anfallenden Miet- oder Sachkosten verwendet werden. (Lohnkosten sollen über Kurzarbeit finanziert werden).

    • Es dürfen mit dem Kredit keine Neuinvestitionen getätigt werden (nur Ersatzinvestitionen).

    • Während der Dauer des Kredits dürfen ausserdem keine Dividenden, Tantiemen und Rückerstattung von Kapitaleinlagen getätigt werden.

    • Die Unternehmung darf weder Aktivdarlehen gewähren noch, bestehende Aktivdarlehen mit dem Kredit refinanzieren (ausgenommen sind ordentliche, vertragskonforme Amortisationen und Zinszahlungen für bestehende Bankkredite, z.B. Übernahmeholding).

    • Die gewährten Kredite dürfen nicht an andere, mit der Unternehmung verbundene Personen weitergeleitet werden (Cash-Pooling ist unzulässig).

    Die Bestimmungen dienen gesamthaft dazu, eine Zweckentfremdung der aufgrund dieser Verordnung erhaltenen Kredite zu verhindern. Insbesondere sollen keine Mittel abfliessen oder Sicherheiten für bestehende oder neue Finanzverbindlichkeiten gewährt werden, wenn damit nicht zwingende Bedürfnisse zur Aufrechterhaltung des operativen Betriebs gedeckt werden. Verträge mit gruppeninternen Dienstleistungsgesellschaften und Dritten sollen zudem nicht (zulasten des Bundes) abgeändert werden.

    Verwendung von Arbeitgeberbeitragsreserven für die Vergütung der Arbeitnehmerbeiträge

    Der Arbeitgeber kann den Beitrag der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers an die berufliche Vorsorge aus der ordentlichen Arbeitgeberbeitragsreserve vergüten. Er muss der Vorsorgeeinrichtung die Verwendung von Arbeitgeberbeitragsreserven für die Vergütung von Arbeitnehmerbeiträgen schriftlich mitteilen. Eine Änderung des Vorsorgereglements oder Anschlussvertrages ist dafür nicht erforderlich.

    Diese "COVID-19-Verordnung berufliche Vorsorge" des Bundesrates gilt bis am 26. September 2020.

    Massnahmen gegen Konkurse: Covid-19 Stundung

    Der Bundesrat will verhindern, dass Firmen reihenweise wegen des momentanen Umsatzeinbruchs zahlungsunfähig werden und Konkurs anmelden müssen.

    Die Verordnung im Detail finden Sie hier: https://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/aktuell/news/2020/2020-04-16.html.

    Die wichtigsten Bedingungen (nicht abschliessend)

    • Das neue Verfahren steht Einzelunternehmen, Kollektivgesellschaften, GmbHs, AGs, Vereinen sowie Stiftungen offen. Ausgeschlossen sind Privatpersonen, börsenkotierte Unternehmen und Grossfirmen (mehr als 250 Mitarbeiter)

    • Die Stundung ist nur möglich, wenn das Unternehmen nicht bereits Ende 2019 überschuldet war oder wenn Gläubiger im Umfang der Überschuldung auf ihre Forderung verzichten (Rangrücktritte)

    • Zuständig ist das Nachlassgericht am Wohnsitz des Einzelunternehmers oder am Sitz der Unternehmung. Mit dem Gesuch sind Bilanz und Erfolgsrechnung des Jahres 2019 einzureichen. Fehlen diese, muss man mit anderen Unterlagen (Debitoren-, Gläubiger- und Inventarlisten) belegen, dass die Firma Ende 2019 nicht überschuldet war

    • Die Verfahrenskosten können zwischen Fr. 200.00 und Fr. 2‘500.00 betragen

    • Die Stundung beträgt maximal drei Monate. Sie kann einmal um weitere drei Monate verlängert werden

    • Das Gericht publiziert die „Covid-19-Stundung“ im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) und im kantonalen Amtsblatt. Zusätzlich muss die Firma ihre Gläubiger schriftlich oder per E-Mail über die Stundung informieren

    • Die Stundung bewirkt einen Betreibungsstopp. Er gilt für alle Schulden, die vor der bewilligten Stundung entstanden sind. Ausgenommen sind Lohn- und Alimentenschulden sowie Pensionskassenbeiträge. Schulden, die nach der Stundungsbewilligung entstanden sind, fallen nicht unter die Stundung und müssen bezahlt werden.

    • Die Firma kann ihre Geschäftstätigkeit ohne Einschränkungen weiterführen. Ausnahme: Für den Verkauf von Anlagevermögen wie Liegenschaften und Maschinen braucht es die Zustimmung des Nachlassgerichts.

    Unterstützung für Härtefälle

    Seit dem 1. Dezember 2020 ist die sogenannte Härtefallverordnung in Kraft. An einer Sitzung vom 18. Dezember 2020 hat der Bundesrat die Covid-19 Härtefallverordnung beschlossen.
    Per 13. Januar 2021 hat der Bundesrat die Bedingungen gelockert, die ein Unternehmen erfüllen muss, um Härtefallhilfe zu erhalten. Unter anderem gelten Betriebe, die seit dem 1. November 2020 insgesamt während mindestens 40 Kalendertagen behördlich geschlossen werden, neu ohne Nachweis eines Umsatzrückgangs als Härtefall. Zudem können neu auch 2021 erfolgte Umsatzrückgänge geltend gemacht werden. Die Obergrenzen für A-fonds-perdu-Beiträge werden auf 20 Prozent des Umsatzes bzw. 750’000 Franken je Unternehmen erhöht. Die Verordnungsänderung erlaubt es, Härtefälle auf breiter Front zu unterstützen. Mehr als die Hälfte der Kantone zahlt bereits im Januar Härtefallhilfen aus, im Februar dürften fast alle Kantone bereit sein.
    Wie die Härtefallhilfe konkret umgesetzt wird, liegt in der Verantwortung der Kantone. Sie werden auch die Gesuche im Einzelfall prüfen. Fragen zur Abwicklung eines Gesuches sind also an den Kanton, in welchem das Unternehmen am 1. Oktober 2020 seinen Sitz hatte, zu richten. Sie finden die kantonalen Kontaktdaten auf covid19.easygov.swiss.


    Härtefallverordnung beispielsweise für den Kanton Bern

    Der Regierungsrat hat die anpasste Verordnung für von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen in Kraft gesetzt. Der Vollzug, der momentan sistiert ist, startet so rasch wie möglich und wird für die 5000 bis 6000 betroffenen Betriebe einfach, klar und schnell ausgestaltet.
    Es gelten die folgenden vom Bundesrat definierten Eckwerte für die Unternehmen im Kanton Bern:

    • Bei einer Schliessung ist kein Nachweis des Umsatzrückgangs mehr nötig: Unternehmen, die seit dem 1. November 2020 während mindestens 40 Kalendertagen behördlich geschlossen wurden (insbesondere Restaurants, Bars und Discotheken sowie Freizeit- und Unterhaltungsbetriebe) gelten sie neu automatisch als Härtefälle, sofern sie die übrigen Kriterien erfüllen.

    • Unternehmen, die von Januar bis Juni 2021 in Zusammenhang mit behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie Umsatzrückgänge erleiden, können neu den Umsatz der letzten 12 Monate anstelle des Jahresumsatzes 2020 als Bemessungsgrundlage verwenden.

    • Das Verbot, Dividenden oder Tantiemen zu bezahlen oder Kapitaleinlagen von Eigentümern zurückzubezahlen, wird auf drei Jahre oder bis zur Rückzahlung der erhaltenen Hilfen verkürzt.

    • Geschlossene Unternehmen müssen weniger Nachweise erbringen als «normale» Härtefälle.

    • Der Kanton kann Unternehmen mit Beiträgen von bis zu 20 Prozent des Jahresumsatzes und bis zu 750 000 Franken je Unternehmung für die Ausfälle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie entschädigen.

    Unterstützung für Härtefälle im Überblick

    Es gibt drei Fälle der Sofortunterstützung:

    Härtefall 1 (Umsatzausfall)
    Umsatzausfall von mehr als 40% während 12 aufeinanderfolgenden Kalendermonaten
    >>Informationen und Formulare zum Härtefall 1

    Härtefall 2 (Betriebsschliessung)
    Behördliche Anordnung zur Betriebsschliessung von mind. 40 Tagen seit dem 1. November 2020
    >>Informationen und Formulare zum Härtefall 2

    Härtefall 3 (kumulativ)
    Umsatzausfall im Jahr 2020 von mehr als 40%
    +
    Behördliche Anordnung zur Betriebsschliessung mind. 40 Tage seit dem 1. November 2020
    >>Informationen und Formulare zum Härtefall 3

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